Aufnahme-Equipment

Mein Equipment zur Aufnahme der Debut-E.P. Human Circus

Das Thema Homerecording hat mich tatsächlich Jahre begleitet und beschäftigt. Hierzu gibt es zig Meinungen und alle sind unterschiedlich, was den Einstieg in das Thema massiv erschwert. Nach dem Release meiner E.P. „Human Circus“, die ich selbst zuhause aufgenommen habe, sind einige Leute persönlich oder auch per E-Mail auf mich zugekommen, um mehr über mein Setup zu erfahren. Ich bin kein hauptberuflicher Produzent aber auf dieser Seite will ich euch Tipps und Links liefern, die mir das Aufnehmen zuhause erleichtert haben.

Die Recording-Software

Die Software bildet ja sozusagen das Fundament einer jeden Aufnahme. Habe ich hier eine komplexe Oberfläche oder Tools, mit denen ich nix anfangen kann, wird das ganze Projekt vermutlich eher scheitern, so wie das bei mir öfter der Fall war. Cubase Elements 9 bietet meiner Meinung nach erst einmal alles, was es für eine Produktion zuhause braucht. Für nicht ganz 100 € kommen hier schon etliche Features, die sich zur Aufnahme von Akustikgitarre, Gesang und Midi-Instrumenten echt gut eignen. Wer neu hier rein kommt, kann sogar schon Presets laden, die Kompressoren und Equalizer so voreinstellen, dass man Gesang und Gitarre direkt mit gutem Ergebnis aufnehmen kann. Das erleichtert vor allem den Einstieg für die Arbeit mit Effekten und anderen Plugins. Nach kurzer Zeit, ist man dann in der Lage, an den eigenen Spuren zu feilen. Zu guter letzt hat mich die mitgelieferte Instrumenten-Bibliothek des Halion Sonic SE überrascht, mit der ich alle meine Streicher-, Bläser- und Klavier-Teile eingespielt hab. So kann man sich echt ein paar Nächte um die Ohren schlagen. Das Ausprobieren funktioniert einfach und intuitiv. Gerade für mich war das Thema MIDI absolutes Neuland. Doch mit einem passenden USB-Keyboard bin ich hier ziemlich schnell voran gekommen und hab gemerkt, dass ich von Spur zu Spur sicherer wurde. Hier findet ihr die Software bei Amazon.

 

Das Interface

Prinzipiell sollte es ja das Ziel sein, dass die Sachen, die man aufnehmen möchte, ordentlich in das Aufnahmeprogramm kommen. Mit ordentlich meine ich, dass das Eingangssignal gut und ohne Rauschen ankommt. Da ich mich für oben beschriebene Software entschieden habe, dachte ich, es sei wohl nicht ganz falsch, wenn ich das Interface vom selben Hersteller beziehe. So habe ich mich für das Steinberg UR44 Audio Interface entschieden, das ich einfach per USB mit meinem Rechner verbinden kann. Ich habe meine Gitarrenspuren so aufgenommen, dass ich ein Kleinmembran-Mikro auf etwa den 12. Bund meiner Gitarre und ein Großmembran-Mikro (über die ich wohl demnächst mehr schreiben werde) in Höhe des Stegs in Richtung der Saiten ausgerichtet habe. Die beiden Mikros gehen in das Interface, das die Signale so gut übermittelt, dass ich kaum mit Kompressoren oder Equalizer arbeiten musste. Das Ganze lässt sich dann per Kopfhörer oder mit Monitor-Boxen gut abmischen. Zugegeben: Ich bin mittlerweile auf die kleinere Variante (UR22 mkII) umgestiegen, weil die mit zwei Kombi-Eingängen für meine Bedürfnisse ausreicht. Generell kann man die Eingänge beider Varianten aber fast komplett aufdrehen ohne ein Rauschen zu erzeugen, was gerade bei Akustikgitarre ziemlich wichtig und von Vorteil ist. Hier geht’s zum Interface bei Amazon.

An die affinen Leute da draußen: Ich möchte mich bewusst laienhaft ausdrücken, um es Anfängern gegebenenfalls zu erleichtern, einen Einstieg zu finden – Ich wäre zum Anfang für Noob-Sprache dankbar gewesen Bei Fragen oder Anregungen, schickt mir doch gerne eine E-Mail an info@citizen-tim.de.